Social Recruiting
Social Recruiting im Handwerk selbst machen: Fachkräfte finden ohne Recruiting-Profi
Kurz gesagt: Social Recruiting heißt, soziale Netzwerke gezielt zur Personalgewinnung zu nutzen, und es geht auch ohne Marketingwissen. Du brauchst Klarheit darüber, wen Du suchst, was Dein Betrieb ehrlich bietet und wie Du mit Interessenten umgehst. Hier bekommst Du die fünf Schritte zur eigenen Kampagne.
Du führst einen Handwerksbetrieb. Du kalkulierst Angebote, koordinierst Baustellen und kümmerst Dich um Deine Kunden.
Was Du wahrscheinlich nicht willst: abends noch Marketingseminare besuchen, um herauszufinden, wie man eine Recruiting-Kampagne erstellt.
Du brauchst Mitarbeiter. Eine zweite Berufsausbildung brauchst Du dafür nicht.
Mit einem geführten Recruiting-Tool bereitest Du die nötigen Schritte selbst vor, ohne vorher Marketing oder Recruiting zu studieren.
Kann man Social Recruiting ohne Vorkenntnisse selbst machen?
Ja. Social Recruiting lässt sich auch ohne tiefes Marketingwissen selbst umsetzen, wenn die einzelnen Schritte verständlich erklärt sind und ein passendes Tool Dich dabei unterstützt.
Drei Dinge musst Du allerdings selbst wissen:
- welche Menschen Du suchst,
- welche Vorteile Dein Betrieb wirklich bietet,
- wie Du mit Interessenten umgehen willst.
Der Rest sollte nicht unnötig kompliziert sein. Ein professioneller Recruiting-Ablauf muss für den, der ihn anwendet, nachvollziehbar bleiben.
Warum Deine bisherigen Stellenanzeigen vielleicht nicht funktionieren
Nehmen wir an, Du suchst einen SHK-Anlagenmechaniker. Du stellst die Stelle auf Deine Website und in ein Jobportal. Dort erreicht die Anzeige vor allem Menschen, die gerade aktiv suchen.
Und der Anlagenmechaniker, der schon eine feste Stelle hat?
Er sucht nicht aktiv. Vielleicht ärgert er sich aber regelmäßig über schlecht geplante Baustellen, fehlende Entwicklung oder den Ton im Betrieb. Unter den richtigen Bedingungen wäre er offen für einen Wechsel.
Hier hilft das Eisberg-Prinzip im Recruiting: Die aktiv Suchenden sind die sichtbare Spitze. Unter der Oberfläche liegen weitere mögliche Kandidaten, die erst durch eine interessante Gelegenheit aufmerksam werden.
Eine gute Recruiting-Kampagne gibt diesen Menschen einen Grund, sich mit einem anderen Arbeitgeber zu beschäftigen. Die offene Stelle allein reicht dafür selten.
In fünf Schritten zur eigenen Recruiting-Kampagne
1. Beschreibe, wen Du wirklich brauchst
„Elektriker gesucht" ist zu wenig.
Welche Kenntnisse muss der neue Mitarbeiter mitbringen? Welche Aufgaben erwarten ihn? Was ist für Dein Team unverzichtbar?
Je klarer diese Fragen beantwortet sind, desto gezielter lässt sich die Kampagne vorbereiten.
2. Finde heraus, warum sich ein Wechsel lohnt
Was macht Deinen Betrieb attraktiv? Gut organisierte Abläufe? Modernes Werkzeug? Weiterbildung? Ein verlässlicher Feierabend?
Entscheidend ist, was wirklich stimmt und was für mögliche Mitarbeiter zählt. Eine gute Recruiting-Botschaft lebt von wenigen, glaubwürdigen Vorteilen.
3. Entwickle eine Anzeige, die Interesse weckt
Wer nicht aktiv sucht, braucht erst einen Grund, beim Scrollen stehen zu bleiben.
Deshalb funktioniert eine gute Recruiting-Anzeige anders als eine klassische Stellenausschreibung. Sie spricht ein echtes Bedürfnis an und zeigt, was sich durch einen Wechsel verbessern würde.
Ein geführtes Tool hilft Dir, aus Deinen Angaben eine passende Botschaft und Kampagnenstruktur zu entwickeln.
4. Mach den ersten Kontakt einfach
Ein interessierter Facharbeiter will nicht zuerst ein Anschreiben verfassen. Ein kurzer, verständlicher Bewerbungsweg macht die Kontaktaufnahme leichter.
Frag zunächst nur ab, was Du wirklich wissen musst. Und reagiere danach schnell und persönlich.
5. Prüfe, was tatsächlich funktioniert
Nach dem Start einer Kampagne musst Du nicht nur hoffen. Du solltest sehen können, wie viele Menschen Deine Anzeige erreicht, wie viele darauf reagieren und ob daraus passende Bewerbungen entstehen.
Mit diesen Erkenntnissen machst Du die nächste Kampagne besser.
Wie schnell lässt sich eine Recruiting-Kampagne erstellen?
Mit einem geführten System wird die Vorbereitung deutlich einfacher. Wie lange sie dauert, hängt unter anderem davon ab, ob Stelleninfos, Fotos, Arbeitgebervorteile und Werbekonten schon vorhanden sind.
Wichtig ist die Unterscheidung: Eine Kampagne erstellen, eine Kampagne veröffentlichen und einen Mitarbeiter gewinnen sind drei verschiedene Schritte.
Ein Tool kann die Vorbereitung beschleunigen. Wie schnell Du einen geeigneten Mitarbeiter findest, hängt auch vom Arbeitsmarkt in Deiner Region und davon ab, wie attraktiv Dein Angebot ist.
Brauche ich dafür Facebook oder Instagram?
Soziale Netzwerke sind oft ein sinnvoller Teil von Social Recruiting. Der Vorteil: Du erreichst Menschen, während sie private Inhalte anschauen, und musst nicht warten, bis sie selbst nach einer Stelle suchen.
Ob Facebook, Instagram oder ein anderer Kanal passt, hängt von der Zielgruppe ab. Eine gute Kampagne beginnt deshalb mit der Frage, wen Du erreichen willst. Wo Du Werbung schaltest, ergibt sich daraus.
Professionelles Recruiting setzt kein Expertenwissen voraus
Du musst nicht selbst Werbetexter, Kampagnenmanager oder Recruiting-Spezialist werden.
Du brauchst ein klares Ziel, ehrliche Informationen über Deinen Betrieb und ein System, das Dich durch die Umsetzung führt. So nimmst Du die Personalgewinnung selbst in die Hand und startest sie bei Bedarf neu.
Ob sich das gegenüber einer Agentur rechnet, steht im Artikel Recruiting im Handwerk ohne Agentur. Wie Du aus einzelnen Kampagnen einen dauerhaften Ablauf machst, liest Du unter Dauerhaft Fachkräfte gewinnen. Den Überblick zum Thema gibt Recruiting im Handwerk.
Weniger technische Hürden. Mehr Kontrolle über Dein Recruiting.
Häufige Fragen
Fragen zum Thema
Kann man Social Recruiting ohne Vorkenntnisse selbst machen?
Ja, wenn die Schritte verständlich erklärt sind und ein geeignetes Tool unterstützt. Selbst wissen musst Du, wen Du suchst, welche Vorteile Dein Betrieb wirklich bietet und wie Du mit Interessenten umgehst.
Wie läuft eine Recruiting-Kampagne in fünf Schritten ab?
Erstens beschreibst Du, wen Du brauchst. Zweitens findest Du heraus, warum sich ein Wechsel zu Dir lohnt. Drittens entwickelst Du eine Anzeige, die Interesse weckt. Viertens machst Du den ersten Kontakt einfach. Fünftens prüfst Du, was funktioniert.
Wie schnell lässt sich eine Recruiting-Kampagne erstellen?
Das hängt davon ab, ob Stelleninfos, Fotos, Arbeitgebervorteile und Werbekonten schon vorhanden sind. Kampagne erstellen, veröffentlichen und einen Mitarbeiter gewinnen sind drei verschiedene Schritte. Wie schnell Du jemanden findest, hängt auch vom regionalen Arbeitsmarkt ab.
Brauche ich Facebook oder Instagram für Social Recruiting?
Soziale Netzwerke sind oft ein sinnvoller Teil, weil Du dort Menschen erreichst, die nicht aktiv suchen. Welcher Kanal passt, hängt von der Zielgruppe ab. Zuerst klärst Du, wen Du erreichen willst.